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Forschungsstelle Geschichte Kölns

Köln-Projekte an der Universität zu Köln

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über Forschungsvorhaben mit einem Köln-Schwerpunkt am Historischen Institut und an der Philosphischen Fakultät der Universität zu Köln. Wir freuen uns, wenn Sie uns auf neue Projekte aufmerksam machen (Kontakt: c.meyer-schlenkrich@uni-koeln.de).
 

Alberts Töchter. Kölner Frauen zwischen Stadt, Universität und Republik

Das Jahr 1919 markierte für Frauen eine doppelte Premiere: Sie waren nicht nur zum Studium an der neuen Kölner Universität, sondern erstmals auch zur Wahlurne zugelassen. Wie es Studentinnen, Doktorandinnen und anderen Kölnerinnen zwischen Aufbruchsstimmung und Nachkriegsnot erging, erforscht seit 2017 ein studentischen Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Ute Planert. Im Sommer 2019 werden die Ergebnisse als Buch veröffentlicht.

Nachlass Alfred Haehner

Der Kölner Militärarzt Dr. med. Alfred Haehner (1880-1949) praktizierte von November 1919 bis Februar 1924 als Leibarzt Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Viktorias im niederländischen Exil und führte über den gesamten Zeitraum seiner Tätigkeit hinweg akribisch Tagebuch. Sein umfangreicher Nachlass wird als kommentierte kritische Edition künftig die Arbeit mit dieser historischen Quelle ersten Ranges ermöglichen (Lehrstuhl Prof. Dr. Ute Planert, Bearbeiter Dr. Florian Schönfuß).

Projekt "Wallraf digital" am Lehrstuhl von Prof. Dr. Gudrun Gersmann

Forschungsvorhaben zum "Physikalischen Kabinett" aus der Sammlung der Kölner Jesuiten am Lehrstuhl von Prof. Dr. Gudrun Gersmann

Buchprojekt von Prof. Dr. Karl Ubl zur Geschichte Kölns im Frühmittelalter (Mitte 5. Jahrhundert bis 1074/75)

Band für den Niederrhein im "Repertorium der deutschen Königspfalzen"

Schon in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das „Repertorium der deutschen Königspfalzen“ begonnen, in neun Bänden regional geordnet die Herrscheraufenthalte der römisch-deutschen Könige bis etwa 1250 auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik zu erfassen und grundsätzlich aufzuarbeiten. Nun wird eine Equipe aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Universität zu Köln und der Ruhr-Universität Bochum den Band für den Niederrhein bearbeiten. Damit rückt eine der ältesten Kulturlandschaften Deutschlands und eine der für die deutschen Könige wichtigsten Regionen im Nordwesten des Reichs in den Fokus (s. Karte).

Projekt "Köln nach der Schlacht von Worringen 1288" von Dr. Letha Böhringer

Die Schlacht von Worringen im Jahr 1288 markiert in der modernen Forschung den Triumph der Kölner Bürger über ihre erzbischöflichen Herren und den Beginn der unangefochtenen Selbständigkeit der freien (Reichs-)Stadt. Für die Zeitgenossen war dies jedoch keineswegs ausgemacht: Das Projekt widmet sich den zahlreichen geistlichen Gemeinschaften der Stadt und hier insbesondere den neuen Formen laikaler Frömmigkeit, die für Konfliktpotential zwischen dem geistlichen Oberhaupt und dem weltlichen Stadtregiment sorgten. Die Zerwürfnisse gipfelten im Prozess gegen Meister Eckhart, der in Köln seinen Ausgang nahm.