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Forschungsstelle Geschichte Kölns

AGRIPPINA – Forum für kölnische Stadtgeschichtsforschung

AGRIPPINA – Forum für kölnische Stadtgeschichtsforschung bietet einen Raum für Forschende zur Kölner Stadtgeschichte. Das Forum bildete sich im Anschluss an die Forschungsstelle ‚Geschichte Kölns‘ am Historischen Institut der Universität zu Köln. Unser Ziel ist der offene Austausch über aktuelle wissenschaftliche Forschungsprojekte zur Geschichte der Stadt Köln und die Diskussion von Stadtgeschichtsforschung im Generellen. Beteiligt sind Promovierende und Masterstudierende aus den Fächern Geschichte und Kunstgeschichte. Unsere Projekte umfassen dabei das 10. bis 21. Jahrhundert.

Neben regelmäßigen internen Treffen werden wir auch Workshops durchführen, bei denen Themen der Stadtgeschichte sowie laufende Projekte vorgestellt und diskutiert werden. Zudem möchten wir uns mit weiteren stadtgeschichtlichen Initiativen und den kulturellen Einrichtungen in der Stadt Köln vernetzen, vor allem mit den Kölner Museen und Archiven. Dazu gehören gemeinsame Führungen oder Besuche von Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen.

Wir freuen uns über weitere Mitglieder für unser Forum. Bei Interesse sind wir über agrippina-stadtgeschichteSpamProtectionuni-koeln.de erreichbar. Schreibt uns gerne an!

Thea Fiegenbaum
Simon Grigo
Markus Jansen
Katharina Müller
Lea Raith
Friederike Rupp
Sebastian Schlinkheider
Henrike Stein

Zum Namen ‚Agrippina‘

Köln trug in der Antike den Namen Colonia Claudia Ara Agrippinensium. Dieser Name geht auf die römische Kaiserin Iulia Agrippina, auch Agrippina die Jüngere genannt, zurück. Sie war die Mutter Neros, Frau des Kaisers Claudius und wurde in der Ubiersiedlung am Rhein geboren, die sie 50 n. Chr. zur Stadt erheben ließ. Die Kurzform Agrippina ist seit der Antike als Stadtname belegt. Gregor von Tours berichtet zwar, dass in fränkischer Zeit die Umbenennung in Colonia stattgefunden habe, doch waren besonders innerhalb der Bildungselite beide Namen vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert hinein gebräuchlich. Um 1470 verfasste der Kölner Heinrich von Beeck die erste deutschsprachige Stadtchronik in der Geschichte Kölns und nannte sie ‚Agrippina‘. Auch die Bewohner der Stadt wurden teils noch als ‚Agrippinenses‘ bezeichnet, was in der Titelinschrift von 1810 für den Kölner Friedhof Melaten deutlich wird: „Funeribus Agrippinensium Sacer Locus“ (den sterblichen Überresten der Agrippinenser geweihter Ort). Johann Baptist Rousseau wiederum brachte 1824 in Köln die Zeitschrift ‚Agrippina, Zeitschrift für Poesie, Literatur und Kunst‘ heraus.